BärenQuell Brauerei


Ab zur Brauerei Schöneweide, dort wo die Woche viermal Brandsätze gelegt wurden. Ich dachte mir bevor das Haus komplett weggesprengt wird, muss ich doch meiner jugendlichen Abenteuerlust den Raum geben und dorthin fahren zum Fotografieren.. Als ich angekommen war, war es schon ein wenig knittrig im Bauch. Ständig irgendwelche Streifenwagen und Menschen die einen beim zulange verweilen (was ich immer wieder sehr gut kann) anstarrten, als wäre man der Brandleger. Also schnell um die Ecke und Fahrrad hinter dem Zaun versteckt.

Nun stand ich vor dem großen Tor. Rüberklettern ging nicht, als zog ich meinen Bauch ein und drängte mein eigenes Gerüst unter dem Zaun durch. Puh geschafft!

Na Fräulein!! Huch innerhalb zweier Sekunden, kann man mich doch nicht schon erwischt haben. Ein junger Mann stand am Zaun und sagte nur, dass alle halbe Stunde eine Streife über den Platz fährt und das ich Glück habe, denn die sind gerade wieder weggefahren.

Ok! Eine halbe Stunde habe ich Zeit. Das Gelände ist riesig und es roch immer noch nach gebrannten Materialien. Autos lagen da und Türen knallten im Windzug. Irgendwie ist mir die jugendliche Abenteuerlust in die Hose gerutscht. Egal los auf geht’s. Ich legte den Fokus von der Angst in die Faszination um und schlich mit meiner kleinen ObstbandGummihaltendenKamera von Platz zu Platz und stimmte mich auf den Ort ein.

Es war irgendwie toll. Diese absolute Leere.

Dann hörte ich ein paar Schritte und Menschen, die redeten. Oh nein das wird doch nicht die Streife sein? Langsam lief ich zum Hausende auf Zehenspitzen ganz leise, was aber realistisch nicht wirklich funktioniert denn es war eine alte Brauerei mit Brandschaden und die Scherben auf den Boden ließen mich nicht im stillen Balletttanz leise laufen.Ich schaute um die Ecke und JEAP es waren nur andere Abenteurer, die genauso wie ich um die Ecke lugten. Grinsend winkten wir uns zu und jeder ging wieder seinen Plänen nach. Innerhalb der Stunde traf man sich immer wieder und war genauso erleichtert, wenn die gleichen Gesichter wie erwischt, um die Ecke schauten.

Der Ort ist eine Sinfonie. Melodische Scheiben hingen quietschend aus dem Fenster, gebrochen und hängend mit Spitzen am Fensterrahmen. Knallende Türen und die knackenden Scherben beim betreten jeder einzelnen Fläche. Es war ein sehr toller Ausflug gepaart mit Unheimlichkeiten. Und alles in allem war es aber dennoch toll. Ich freue mich auf ein Wiedersehen aber nicht mehr alleine, denn das ist mir zu mulmig. Das ist eigentlich ein sehr guter Tatort Drehort!!!

Schade eigentlich das, das C/O Postfuhramt oder das Tachales nicht dorthin zieht, das wäre eine super Gelegenheit, einen wirklich perfekten Platz neu zu bespielen.

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4 Gedanken zu “BärenQuell Brauerei

  1. wou, beim nächsten Mal wär ich gern dabei! Deine Worte und Bilder nehmen mich wirklich mit! Mehr davon….

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